100 Jahre Kreisky

Josef Farthofer und Charly Blecha im Gespräch.

Thema: 100 Jahre Bruno Kreisky

„Die Menschen gern haben, Visionen und den Mut zur Unvollkommenheit“

Anlässlich des hundertsten Geburtstages von Bruno Kreisky lud die Bezirksorganisation der SPÖ zu einem Themenabend mit dem langjährigen Weggefährten Kreiskys Charly Blecha, Landesrätin Mag. Karin Scheele und Nationalratsabgeordneten Hannes Weninger.

Bruno Kreisky war zweifellos der prominenteste und einflussreichste Politiker im Österreich der Nachkriegsjahre. Etwa dreißig Jahre lang gestaltete er die Politik unseres Landes und hob dessen Ansehen in der ganzen Welt. Während seiner langen Amtszeit erreichte Österreich einen bis dahin noch nie gekannten Wohlstand. Als Bundeskanzler reformierte er das Wahlrecht, das Bildungs- und Erziehungssystem, die Justiz und vieles mehr. „Die 13 Jahre seiner Kanzlerschaft waren geprägt durch eine breite Demokratisierung der Gesellschaft, so dass unser Land noch heute von den Modernisierungen der 70er Jahre zehrt“, so Nationalratsabgeordneter Hannes Weninger.

Charly Blecha erklärte das Phänomen Kreisky mit folgenden Worten: „Er hatte die Menschen gern, die Basis seiner Reformen war die Vision einer besseren und gerechteren Gesellschaft und er hatte den Mut zur Unvollkommenheit. Die drei Eigenschaften machten Kreisky aus“, so der langjähriger Weggefährte des legendären Kanzlers.

„Ohne Bildungsreform der 70er Jahre hätte ich als Arbeiterkind nicht studieren können. Auch viele frauenpolitische Meilensteine wurden währen der Kanzlerschaft Kreiskys gesetzt, denken wir an die Fristenlösung und die Modernisierung des Familienrechts. Ohne Bruno Kreisky wäre daher die Entwicklung Österreichs eine ganz andere gewesen“, brachte Landesrätin Karin Scheele die Nachhaltigkeit der Politik Bruno Kreiskys auf den Punkt.

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